Steuerliche Verbesserungen für die Entgeltumwandlung

Seit dem Alterseinkünftegesetz von 2004 ist es möglich, über den Betrag von jährlich 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG) hinaus einen weiteren Betrag in Höhe von EUR 1.800 steuerfrei für Zwecke der betrieblichen Altersversorgung zu verwenden. Sozialversicherungsfrei ist jedoch nur der „Grundbetrag“ von bis zu 4 % der BBG.

Anstelle des statischen Betrag von EUR 1.800 ist nun für weitere 4 % der BBG eine steuerfreie Beitragszahlung möglich, insgesamt also bis zu 8 % der BBG.

Darüber hinaus gibt es auch noch eine weitere inhaltliche Änderung. Bisher konnte der Betrag von EUR 1.800 nur dann in Anspruch genommen werden, wenn kein Vertrag nach § 40b EStG a.F. bestand. Ab 2018 entfällt mit dieses „Alles-oder- Nichts-Prinzip“. Beträge zu einer Direktversicherung, die nach § 40b EStG a.F. pauschal besteuert werden, werden von den 8 % des steuerlichen Freibetrags abgezogen.

Allerdings bleibt es für die Sozialversicherung bei der bisherigen Grenze von 4 %.

Die für die betriebliche Altersversorgung wichtigen Zahlen haben wir für Sie auf einer Seite zusammengefasst.

Riester-Förderung

Ab dem 01.01.2018 kann es auch interessant sein, die Entgeltumwandlung mit der sog. Riesterförderung zu kombinieren. Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz werden dazu zwei wesentliche Aspekte der Riesterförderung angepasst.

  • Zum einen steigt die Grundzulage von aktuell 154 EUR p.a. auf 175 EUR p.a.
  • Darüber hinaus wird ein systemischer Nachteil der Riesterförderung in der bAV beseitigt. Ab dem 01.01.2018 sind Leistungen aus einem betrieblichen Riester-Vertrag ebenso von der Beitragspflicht in der Sozialversicherung für Rentner befreit wie Leistungen aus privaten Riester-Verträgen.